Zeugnisse

Eine zweite Chance …

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da habe ich ohne Jesus gelebt. Ich war vorher schon lange mit Jesus unterwegs, aber ein schleichender Prozess hat mich davon abgebracht. Aber Gott ist treu, er ließ mich nicht los, auch wenn ich nicht mehr nach seinem Willen gefragt habe.

Ich hätte nie geleugnet, dass Jesus lebt und existiert, aber irgendwie waren die Verführungen damals für mich präsenter. Scheidung, Alkohol, Sex, ein ungläubiger Partner und meine Unfähigkeit, klare Positionen zu beziehen – all das führte dazu, dass ich immer weiter abrutschte. Eine Krankheit und die dazugehörige Reha ließen mich wieder daran denken, welch ein schönes Leben ich früher doch mit Jesus hatte und mein Wunsch wurde größer, wieder mein Leben mit Jesus zu leben.

Ich begann in der Reha wieder Gottesdienste zu besuchen und bei einem Abendmahl war ich sehr berührt von Gottes Liebe. Ich nahm mir vor: Wenn ich wieder Zuhause bin, werde ich wieder anfangen, regelmäßig in den Gottesdienst zu gehen. In meine alte Gemeinde wollte ich nicht mehr, aber mir fiel eine Gemeinde ein, die ich einmal vor ca. zehn Jahren besucht hatte.

Ich kannte zwar dort niemanden, aber das war mir egal. Mir war es wichtig, wieder Gottes Nähe zu spüren.

Nach der Reha ging ich dort zum Gottesdienst. In der Lobpreis- und Anbetungszeit schrie ich innerlich zum Herrn, er möge mir doch vergeben und mich neu annehmen.

Plötzlich kam im Gottesdienst eine Frau nach vorne und sagte, sie hätte den Eindruck, es wäre jemand im Gottesdienst, dem Gott eine zweite Chance geben möchte. Ich wusste sofort, dass ich gemeint war.

Der Pastor sagte darauf hin, die betreffende Person solle nach dem Gottesdienst nach vorne kommen. Das habe ich gemacht und es wurde für mich gebetet.

Danach war die gefühlte „Wattewand“ zwischen mir und Gott weg. Mein Herz war wieder fröhlich und ich bin dankbar, wieder uneingeschränkt mit Jesus leben zu können. Gott ist gut!

Monika Disselhof

 

Ich fühle mich wieder getragen …

Ich habe in meiner Kindheit und Jugend sehr viel Gewalt und wenig Liebe erfahren. Es gab viele unschöne Situationen, doch mein Herz war immer voll mit Liebe – mit Gottes Liebe. Denn mein Leben lang habe ich an Gott geglaubt – egal, was passiert ist. Ich wusste immer, dass Jesus an meiner Seite geht.

In jedem Moment konnte ich spüren, wie Jesus mich begleitet hat und mir immer wieder Mut gemacht hat. Doch durch all’ die negativen Erfahrungen, habe ich mit der Zeit mein Herz verschlossen und mich so ein Stück weit von Gott entfernt. Trotzdem wurde mein Glaube nicht schwächer.

Durch eine wunderbare Freundin habe ich das Jesus-Haus kennengelernt. Ich bin im dritten Gottesdienst durch „Zufall“ (Gottes Fügung) im Segnungsgebet „gelandet“. An diesem Tag konnte ich ein Riesenpaket von meinen Altlasten abgeben.

Mein Herz ist voll mit Liebe …

Während des Gebets habe ich am ganzen Körper gezittert, mir war heiß und kalt zugleich. Mir sind die Tränen über die Wangen gelaufen und gleichzeitig wollte ich einfach nur vor Freude lachen.

Seit diesem Tag fühle ich wieder, wie Gott mich in seinen Händen trägt. Ich fühle mich innerlich so friedlich und mein Herz ist voll mit Liebe. Mein Leben hat angefangen sich zu verändern, ich habe angefangen, mich zu verändern. Ich sauge Gottes Wort auf und schaffe es immer mehr, danach zu leben. Die Fastenzeit nutze ich nun, um mich innerlich von Gott reinigen zu lassen und um mich von dem restlichen Negativen in mir zu befreien.

Es ist einfach großartig zu spüren, wie Gott mich als sein „Werkzeug“ benutzt und mir den richtigen Weg zeigt. Am Tag des Segnungsgebet hat für mich ein neues Leben begonnen: ein Leben mit und für Gott!

Angela

Gott, bist du das?

Als einziges sehr spät geborenes Kind reicher Eltern wuchs ich in Essen auf. Meine Kindheit war ein Albtraum, Ich würde mich als „luxusverwaist“ bezeichnen. Essen gab es reichlich, was eine „deftige Körperfülle“ bei mir zur Folge hatte. Ansonsten war ich total einsam.

Meine Eltern waren ständig unterwegs, hatten oder waren auf Gesellschaften, gingen zu Kegelclubs und Shopping Tours – alles, was der volle Geldbeutel zu bieten hatte. Ich war bei den jeweiligen Hausmädchen untergebracht. Einen Hund durfte ich wegen der kostbaren Wohnungseinrichtung nicht halten, Freunde waren höchst selten willkommen. Ich war schlichtweg total überflüssig und im Weg. Das wurde mir auch deutlich vermittelt.

Klar, dass ich mich nicht normal entwickelte. Von klein auf konnte ich nicht schlafen, ich fühlte mich immer angespannt, nicht geborgen und versuchte die Zeit totzuschlagen. Ich hatte nichts zu tun, bekam kaum Spielzeug oder später Bücher. Warum? Ich weiß es nicht, ich bekam einfach nichts, obwohl Geld in Hülle und Fülle vorhanden war.

Der Gott meiner Familie war das Geld

Vom Glauben wurde bei uns nicht geredet. Der Gott meiner Familie war das Geld. Mit 18 Jahren wollte ich meinem Leben ein Ende setzen, wusste aber nicht wie. Da ich aber mittlerweile Kontakt zu Hippies und Drogenfreaks bekam, nahm ich viele Amphetamine, trank, rauchte und nahm andere fragwürdige Chemikalien zu mir. Gesund war das nicht, immerhin wurde ich gertenschlank!

Auf Anordnung meines Vaters absolvierte ich eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Nachdem ich sie bestanden hatte, fiel mir nichts Besseres ein, als den erstbesten Mann (den Bruder einer guten Freundin) schnellstens zu heiraten, nur um aus dem Elternhaus herauszukommen – und weil mir seine Familie guttat. Er hatte mehrere Geschwister und das gefiel mir.

Meine Ehe war eine Lüge …

Wir zogen nach Berlin, hatten beide ein gutes Einkommen, aber verstanden uns nicht. Ich hatte ohnehin ein sehr freie Einstellung zu Ehe und geplant, mein eigenes Leben nebenbei zu führen. Das war in diesen Zeiten ja auch „in“. Interessanterweise hatten wir anstandshalber einer Haustrauung in Essen zugestimmt – obwohl wir mit Glauben nichts am Hut hatten. Dort hörte ich den Satz aus dem Mund des Pfarrers, dass es ohne Jesus kein erfülltes Leben gibt. Er hat sich mir – wider meinen Willen – eingebrannt.

Irgendwie ging es mir jetzt ganz schlecht. Ich wusste: Die Ehe war eine Lüge, ich hatte gar nicht ernsthaft heiraten wollen – und nun kamen eine Menge Probleme auf mich zu. Meine Freunde in Berlin und Essen entwickelten sehr eigenartige Verhaltensweisen, ich fühlte mich mehrfach betrogen und ausgenutzt.

Jesus? Das war doch zu uncool.

Allmählich fragte ich mich, was das ganze Leben überhaupt noch sollte und wohin ich eigentlich wollte?! Ich beschäftigte mich mit Philosophen, Psychologie, Religionen, nur nicht mit Jesus – das war doch zu uncool. Aber nichts gab mir Halt. An einem Wochenende flog ich für drei Tage nach Prag. In dieser Zeit lernte ich eine sehr nette Dame kennen, die mir beiläufig mitteilte: „Ich glaube an Jesus.“ Schon wieder Jesus.

Wir tauschten Adressen aus, es dauerte aber noch ein halbes Jahr und ein paar große Enttäuschungen in meinem Leben, bis ich die Dame aufsuchte. Ihr Mann war auch noch zufällig Pfarrer in Berlin, und so zog ich nach einem interessanten Gespräch mit einem dicken Paket Bücher über Jesus und die 14 Briefe zum Glauben von Prof. Helmuth Thielecke nach Hause.

Wie sollte ich mich überhaupt an Gott wenden?

Da ich abends viel allein war, hatte ich ausreichend Zeit zu lesen, auch die täglichen U-Bahn-Fahrten zu meinem Arbeitsplatz nutzte ich zum Studium der guten Botschaft. Und siehe da: Ein Funke sprang über. Ich sah mich selbst mit den Augen Gottes, dachte intensiv über das nach, was Jesus sagte und wie er handelte. Nach einigen Wochen war ich total überzeugt: Dieser Jesus, dieser Glaube, ist das, was ich brauche.

Nun war ich ja total geistlich unbedarft und im Beten absolut ungeübt. Wie sollte ich mich überhaupt an Gott wenden? Interessanterweise stand in einem der Briefe zum Glauben ein guter Satz aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 14, Vers 23. Hier sagt Jesus: „Wenn mich jemand liebt, wird mein Vater ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“

Gott verspricht Nähe

Das traf mich mitten ins Herz. Kindlich naiv wie ich – Gott sei Dank – war, dachte ich bei mir: Wow, wenn jemand bei dir wohnt, dann muss das doch erfahrbar oder spürbar sein, das ist dann ja keine „Fernbeziehung“. Gott verspricht Nähe – so verstand ich es. Das gefiel mir und so betete ich: „Jesus, ich kenne dich nicht, aber ich glaube, dass das, was ich bisher gelesen und gehört habe, wahr ist. Wenn du also wirklich lebst und von den Toten auferstanden bist, dann muss ich das wissen. Dann kannst du mein ganzes Leben auf den Kopf stellen.“

Es tat sich nichts – erst mal. Ich musste noch einige Wochen warten. Um bloß nichts zu verpassen in meiner Glaubenssuche, mich aber nicht direkt vor meinen Freunden und Mann zu outen, ging ich am Samstagabend immer in die Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin, denn dort gab es gegen 18 Uhr regelmäßig klassische Konzerte in Kurzform und eine kleine Ansprache des Pfarrers. Ich hoffte, dass ich in einer Kirche irgendwie erfahren könnte, dass Gott bei mir Wohnung nimmt. Er nahm aber nicht. An jedem Samstag war ich zwar um eine musische-klassische Kostbarkeit reicher, aber die Andacht bewirkte nichts bei mir. Enttäuscht schloss ich mich danach wieder meinen Freunden an, und der übliche Wochenendumtrunk fand statt!

Hat Gott gar kein Interesse?

Irgendwann, nach etwa fünf bis sechs Wochen – outete ich mich doch. Wir waren mit mehreren Ehepaaren in unserer Lieblingsbar und mir kamen die Gespräche immer hohler und unsinniger vor. In mir war eine große Sehnsucht nach Gott, aber ich wusste nicht, wie ich ihn finden sollte. Beim Abschied sagte ich: „Leute, ich weiß, es gibt Gott, aber ich finde ihn nicht.“ Allseits schallendes Gelächter: „Was ist denn mit dir los? Sind dir die Zeugen Jehovas begegnet?

In der Wohnung geschah etwas Seltsames: Mein Mann legte sich schlafen, ich blieb noch im Wohnzimmer. Mich überkam eine große Traurigkeit. Gott oder Jesus – beide antworteten auf meine Gebete nicht. Wochen suchte ich nun schon, nichts war geschehen. In mir stiegen Tränen auf und mir kam der Verdacht, dass Gott an mir gar kein Interesse hätte – nachdem ich gelebt hatte wie bisher. Das musste es sein, ich war für den Himmel nicht gut genug. (Das mit den Sünden, die er für mich getragen hatte, war noch nicht so richtig zu mir durchgedrungen). Da konnte ich lange warten, bei Gott war ich nicht angesagt! Müde und traurig ging ich ins Bett.

Eine heilige Größe war im Raum

Nachdem ich eine Weile geschlafen hatte, wurde ich wach. Ich spürte: Es war jemand im Raum. Mich überkam eine große Furcht, aber nicht eine Furcht, wie ich sie kannte von Wahrsagern und Kontakt mit Okkultem – es war die Ehrfurcht vor einer Größe, der ich nichts entgegenzusetzen hatte. Einer heiligen Größe. Ich fühlte mich unendlich klein und fragte voller Angst: „Gott, bist du das?“ Keine Antwort. Ich fragte: „Jesus, bist du es?

Und nun erlebte ich einen Himmel, den ich mein ganzes Leben nie vergessen werde. Es war wie eine Dusche, von innen und außen. Freude, Liebe, Herrlichkeit – ich kann es nicht beschreiben, es war pures Glück – nicht eine Sorge, nicht ein Kummer hat in dieser Atmosphäre Raum. Es war einfach unbeschreiblich himmlisch.

„Ich bin es. Ich bin für dich da!“

Ich hielt es im Bett nicht aus, ich weinte und weinte und fiel im Wohnzimmer auf meine Knie. Es war nicht zu fassen: JESUS LEBT; er lebte wirklich, er kommt und „machte Wohnung“ in mir, er teilte sich mit, er zeigt mir: „Ich bin es. Ich bin für dich da!“ Durch alle Krisen und echte Katastrophen in meinem Leben hindurch habe ich dieses Erlebnis nie vergessen. Es hat sich mir tief eingebrannt.

Wie das so ist mit starken Rauchern: Natürlich musste ich mir zur Feier dieses Ereignisses eine Zigarette anzünden – ob schlimme oder gute Erlebnisse, eine Zigarette passt immer.

Aber weit gefehlt. Ich konnte sie mir nicht anzünden. Mich packte so ein Ekel, in der Gegenwart des Himmels zu diesem Rauchkraut zu greifen – es ging nicht. Am anderen Morgen habe ich die Zigaretten sofort entsorgt und war von da an frei von Zigarettensucht. Das war noch ein wunderbares Geschenk des Herrn obendrauf. Denn selbst Geldangebote und Wetten hatten mich bisher nicht vom Rauchen abbringen können.

Mein himmlischer Vater liebt mich um meiner selbst willen

Am anderen Morgen ging ich zur Arbeit – und ich erinnere mich noch genau: Ich schaute mich im Spiegel an und war von mir begeistert. Ich war mir meiner Einmaligkeit als Mensch plötzlich bewusst. Es kommt bei Jesus nicht auf meine Perfektion an, ich bin grundsätzlich von ihm und für ihn als einmalige Schöpfung mit all meinen Ecken und Kanten wertgeschätzt.

Diese neue Herzenshaltung war praktisch ein Nebenprodukt dieser nächtlichen Begegnung. „Siehe, ich mache alles neu“, der Vers aus Offenbarung 21,5 wurde für mich Realität. Ich war verändert, ich liebte mich, hatte jetzt eine Identität als Tochter Gottes. Mein irdischer Vater liebte mich aufgrund von Leistung – der himmlische Vater liebt mich um meiner selbst willen. Was für eine Entspannung, was für ein herrliches neues Lebensgefühl.

Andrea Berkei-Rechtien

Die Liebe Gottes hat meine Ketten zerbrochen

Ich wurde in Peru geboren und im Alter von sechs Monaten von einer italienischen Familie adoptiert. Meine Adoptivmutter war nicht verheiratet. So lebte ich bis zu meinem zehnten Lebensjahr ohne Vater. (English version below)

Meine Großmutter kümmerte sich tagsüber um mich, wenn meine Mutter bei der Arbeit war. Meine Familie war katholisch, besonders meine Großmutter, die in die Kirche ging und mir manchmal von Jesus und Gott erzählte.

Anscheinend hatte ich ein gutes Leben: ein Haus, Essen in Hülle und Fülle, Kleidung und meine Mutter versuchte, mir alles zu geben, was ich wollte. Aber meine Kindheit war sehr schwierig. Ich erinnere mich noch an mich selbst als Kind, perfekt gekleidet, perfekt gekämmtes Haar mit rosa Schleifen und ein falsches Lächeln im Gesicht. In meinem Herzen herrschte Leere und Schmerz.

Geheimnis wahren

Die Beziehung zu meiner Adoptivmutter war sehr kompliziert, denn sie hatte Probleme mit Depressionen und Alkohol. Ich war oft Zeuge von Gewalt zwischen ihr und ihrem Partner, nachdem sie viel getrunken hatte, und manchmal wurde auch ich geschlagen.

Meine Mutter bat mich, das ich Geheimnis zu wahren und niemandem von der Gewalt zu erzählen. So verbargen sich dieser Schmerz und diese Angst immer tiefer in meinem Herzen und meiner Seele. Ich versuchte, ein normales Leben zu führen und eine gute Tochter zu sein.

In diesen Jahren hatte ich oft einen Traum: Ein Mann kam, um mich zu holen und nach Hause zu bringen. Sein Gesicht war voller Liebe, und er hatte ein starkes Bedürfnis, mich mit warmer Liebe zu umarmen.

Die Beziehung war von Angst geprägt

Als ich zehn Jahre alt war, beschloss meine Mutter zu heiraten. Für mich war das ein Trauma, denn ich musste in eine andere Stadt ziehen und mich von meiner Großmutter und meinen Schulfreunden verabschieden. Auch ich persönlich mochte den neuen Partner meiner Mutter nicht, aber ich hatte keine Wahl.

Es begann ein neuer Lebensabschnitt, und neben meiner Stiefschwester war auch die Beziehung zwischen meiner Mutter und meinem Stiefvater von Angst geprägt. Ich glaube, er hat mich nie wirklich als Tochter betrachtet.

Sein Verhalten wurde seltsam

Als ich 13 Jahre alt war, wurde sein Verhalten mir gegenüber wirklich seltsam. Es war die schrecklichste Zeit in meinem Leben. Jetzt erfüllten nicht nur Schmerz und Angst mein Herz, sondern auch Schuldgefühle, weil ich dachte, dass es meine Schuld war. Ich glaubte, dass ich der Grund für den Missbrauch war.

Meine Mutter war nicht in der Lage, mich zu beschützen, also begann ich, ein unstetes Leben zu führen. Ich ging mit Freunden aus, vergnügte mich, trank und reiste, um dem Schmerz zu entkommen und so zu tun, als wäre das alles nie passiert und als hätte es keine großen Auswirkungen auf mein Leben gehabt.

Ich lebte eine Lüge

Ich habe mehrere Jahre in Japan und im Vereinigten Königreich gelebt. Ich hatte ein normales Leben, einen Job, eine Beziehung, aber ich lebte eine Lüge. In Wirklichkeit war ich auf der Flucht, ich hatte Angst, in mein Herz zu schauen.

Eines Tages beschloss ich, zurück nach Italien zu gehen und eine Therapie für Frauen zu beginnen, die Gewalt erlebt haben. Es war nicht leicht, es war sehr schmerzhaft, aber die Psychologin hat mir sehr geholfen, und nach mehreren Jahren Therapie schien es mir gut zu gehen, aber das stimmte nicht.

Ich hatte Selbstmordgedanken …

Ich hatte oft Panikattacken, so viel Angst und Wut schlichen sich in mein Herz! Ich erinnere mich, dass ich so verzweifelt nach Frieden suchte… und aus diesem Grund begann ich, Buddhismus zu praktizieren. Ein Freund sagte mir, dass alle meine Probleme verschwinden würden, aber sobald ich zu praktizieren begann, wurde die Situation noch schlimmer. Ich konnte kein normales Leben mehr führen, weil die Panikattacken so stark waren. Ich hatte auch Selbstmordgedanken. Einmal habe ich es versucht, aber durch die Gnade GOTTES ist nichts Ernstes passiert.

Jetzt kann ich wirklich sehen, dass die Güte Gottes mein Leben bereits berührt hat, ohne dass ich es gemerkt habe. Er hatte einen Plan für mich, er hatte mich bereits gerufen.

In dieser Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, wie wunderbar es wäre, ein neues Leben beginnen zu können. Diese Worte gingen mir oft durch den Kopf: „Könnte es jemals möglich sein, ein ganz neues Leben zu führen?“

Ich wusste, dass etwas geändert werden musste, aber ich wusste nicht, wie und was. Ich erinnere mich, wie ich in die katholische Kirche ging und nach Gott suchte, eine Kerze anzündete und auf eine Antwort wartete.

Leibliche Eltern finden

Im Alter von 33 Jahren beschloss ich, in mein Geburtsland zurückzukehren: Peru. Voller Hoffnung, meine leiblichen Eltern zu finden, dachte ich, dieser Verlust sei der Grund für meinen Schmerz und meine Trauer. Es war eine sehr wichtige Reise.

Ich kam in Huanuco an, einem Dorf in den peruanischen Bergen, genannt: „der Ort des ewigen Frühlings“. Trotz verschiedener Nachforschungen konnte ich meine biologischen Eltern nicht finden. Ich war so enttäuscht und traurig!

„Gott ist Liebe“

In der Nacht schrie ich zu Gott um Hilfe. Er konnte den tiefsten Schmerz in meinem Herzen hören. Am nächsten Morgen schien die Sonne am blauen Himmel, Sonnenblumen schmückten die staubige Straße, und ein Auto überquerte die Straße, auf der ich lief, mit einem großen Transparent auf dem Rücken: „GOTT ist Liebe“ (Bibel, 1. Johannes 4,16).

Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich diesen Bibelvers gelesen habe, und diese Worte berührten mich so sehr, denn es war genau die Liebe, nach der ich all die Jahre gesucht hatte!

Tage später schenkte mir jemand auf der Straße einen Aufkleber mit der Aufschrift: „Schenke dein Herz Jesus“ mit einem großen roten Herzen!! Ich verstand die Bedeutung nicht wirklich, aber er gefiel mir sehr gut und ich bewahrte ihn sorgfältig in meiner Brieftasche auf.

Ein Same gepflanzt

An diesem Tag hat Gott einen Samen in mein Herz gepflanzt. Gott hatte einen Plan in meinem Leben. Ich konnte meine leiblichen Eltern nicht finden, aber ich konnte Gott, meinen himmlischen Vater, während dieser Reise nach Peru finden!

Monate später schenkte mir ein Freund ein Neues Testament und erzählte mir sein Zeugnis, wie Gott sein Leben verändert hat und wie Gott auch mein Leben verändern könnte. Ich war so aufgeregt und neugierig. Ich erinnere mich noch daran, dass es eine sternenklare Sommernacht war und es ganz still im Zimmer war. Ich sprach zum allerersten Mal zu Gott: „Zeig mir, dass es dich wirklich gibt, bitte!“

Dann schlug ich zum ersten Mal ein Neues Testament auf und las Johannes 14,18: „Ich werde dich nicht als Waise zurücklassen, ich komme zu dir“.

Ich fing an zu weinen, weinte wie nie zuvor. Ich weiß, dass Gott zu mir gesprochen hat, er war real, und er war kein ferner Gott, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, sondern er war mir nahe, meinem Schmerz, meinem Herzen.

Ich verbrachte die ganze Nacht damit, über seine Liebe zu lesen, und all die Worte, die im Kapitel von Johannes geschrieben stehen, waren wie eine Heilung für meine Seele! Ich bat Jesus, in mein Herz zu kommen, wie es auf dem Aufkleber stand, den ich in Peru erhalten hatte.

Das war der Beginn meiner Liebesgeschichte mit Gott.

Ich verließ den buddhistischen Tempel, und mit der Führung des Heiligen Geistes konnte ich mich von vielen Götzen in meinem Leben befreien. Ich beichtete meine Sünden, tat Buße und bat Gott, mich zum nächsten Schritt zu führen!

Am 26. September 2009 ließ ich mich taufen. Ich genoss es, Zeit mit Gott zu verbringen, zu singen, in der Bibel zu lesen oder einfach in seiner Gegenwart zu sein. In einem dieser Momente offenbarte Gott mir die Kraft der Vergebung und die Liebe zu meinem Feind.

Ich weiß, dass er wollte, dass ich der Person vergebe, die ich am meisten gehasst habe: Meinem Stiefvater. Ich kämpfte sehr damit: Wie sollte es möglich sein, das Böse mit dem Guten zu überwinden? Schließlich beschloss ich, es zu tun, ohne es wirklich zu verstehen. Es ist unglaublich, wie dieser Akt des Gehorsams mein Leben verändert hat.

Gott hat mein Leben verändert

Meine Seele und mein Herz wurden befreit. Die Liebe Gottes konnte die Ketten zerbrechen, die mich so viele Jahre lang gefesselt hatten! Ich konnte meinen Stiefvater endlich mit den Augen Gottes sehen und das Unglaublichste von allem: ihn lieben! Ich dachte, das wäre nie möglich!

Ich lerne die Bedeutung von Gnade und Barmherzigkeit, weil ich sie zuerst empfangen habe, ich lerne die Bedeutung von Liebe, weil er mich zuerst geliebt hat.

Es ist erstaunlich, wie Gott mein Leben verändert hat: Er hat Schönheit aus Asche auferstehen lassen, er hat Kummer in Freude verwandelt. Er gibt mir eine neue Würde. Wiederherstellung gegen die Schande. Er hat seine kostbare Tochter gerufen.

Er ist mein ABBA-Vater, und er zeigt mir seine Liebe auf so viele Arten. Ich kann die Fingerabdrücke Gottes überall in meiner Vergangenheit sehen. Er war der Vater, von dem ich in meiner Kindheit oft geträumt habe, er war nicht distanziert, er ist „El Roi“, der Gott, der mich sieht!

Unser Geschenk von oben …

Gott wusste, dass es einer meiner größten Wünsche war, eine Familie zu haben. Und er schenkte mir eine wunderbare Familie. Der Freund, der mir das Neue Testament gab, wurde mein Mann. Er segnete uns mit drei wunderschönen Töchtern, sie sind unser Geschenk von oben.

Unser Leben war nicht immer einfach, aber in Prüfungen und Schwierigkeiten habe ich die Gnade Gottes und seine Gegenwart tief erfahren. Mein Herz ist so dankbar, denn er hat mir versprochen, mich niemals zu verlassen und ich weiß, dass er eine Bestimmung für mein Leben hat.

In dieser Zeit der Ungewissheit, in der alles um mich herum hoffnungslos zu sein scheint, leuchtet die Verheißung Gottes in meinem Herzen:

„Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt.“
Bibel, Römer 8:38-39

Alle Seiten meines Lebens sind von einem barmherzigen und liebenden Vater geschrieben. Er ist der Autor, und alle Umstände und sogar die schwierigen Momente in meinem Leben werden dazu benutzt, mich in sein Bild zu verwandeln, zu seiner Ehre.

Rossella Carrara Hürlemann

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The love of God was able to break the chains

I was born in Peru, adopted at 6 months of age from an Italian family. My adopted mother was not married. So, I lived until I was 10 years old without a father.

My grandmother was taking care of me during the day when my mother was at work. My family was catholic especially my grandmother who went to church and sometimes told me about Jesus and God.

Apparently, I had a good life: a house, food in abundance, clothes and my mother tried to give me all I wanted. But my childhood was very difficult. I still remember myself as a child, perfectly dressed, perfected combed hair with pink ribbons and a fake smile on my face. Emptiness and pain were inside my heart.

Keep the secret

The relationship with my adoptive mother was very complicated, because she had problems with depression and alcohol. I often was a witness of violence between her and her partner, after drinking a lot, and sometimes I also was beaten.

My mother was asking me to keep the secret and don´t tell anybody about the violence. So, this pain and fear was hidden in my heart and soul deeper and deeper. I tried to live a normal life and try to be a good daughter.

I often had a dream during those years: a man, would come to take me away and bring me home. The face was full of love, and he had a strong harm to embrace me with warmth love.

Relationship was characterized by fear

At 10 years old my mother decided to get married. For me was a trauma because I had to move to another city and say goodbye to my grandmother and my school friends. I also personally didn’t like my mother’s new partner, but I had no choice.

A new season of life started, and beside my stepsister, the relationship between my mother and my stepfather was characterized by fear. I guess he never really considered me as a daughter.

His behavior became weird

When I was 13 years old his behavior towards me became really weird. It was the most terrific time in my life. Now, not just pain and fear filled my heart but also guilt because I thought that was my fault. I believed that I was the reason for the abuse.

My mother was not able to protect me, so I started to live an irregular life. Going out with friends, having fun, drinking, and traveling to escape the pain and pretend that none of this ever happened and it didn’t have an enormous impact on my life.

I was living a lie

I lived in Japan for different years than UK. I had a normal life, a job, a relationship, but I was living a lie. In reality I was escaping, I was afraid to look inside of me.

One day I decided to go back to Italy and start therapy for women who have lived with violence. It wasn’t easy, was very painful, the psychologist helped me a lot and after different years of therapy it seems to be fine but wasn’t.

I had suicidal thoughts

I often had panic attacks, so much fear and anger were creeping in my heart! I remember that I was looking so desperate for peace… and for this reason I started to practice Buddhism. A friend told me that all my problems will go away, but as soon as I started to practice, the situation got even worst. I could no longer have a normal life because the panic attacks were so severe. I also had suicidal thoughts. Once try to attempt but by the grace of GOD nothing serious happened.

Now I can really see that the goodness of God has already touched my life without realizing. He had a plan for me, He was already calling me.

During those periods I had often thought about how wonderful it would be to have the possibility to start a new life. Those words were often in my mind…

„Could it ever be possible to have a brand-new life?“

I know that something needs to be changed but I didn’t know how and what. I remember myself going into the Catholic Church and looking for God light up a candle and wait for an answer.

Find biological parents

At 33 years old I decided to go back to my birth country: Peru. Full of hope to find my biological parents, I thought this loss was the reason for my pain and sorrow. It was a very important trip.

I arrived in Huanuco, a village on the Peruvian mountains, called: „the place of eternal spring“. After different research I could not found my biological parents. I was so disappointed and sad!

God is love!

During the night I scream out to God for help. He could hear the deepest pain in my heart. The next morning the sun shined in the blue sky, sunflower colored the dusty street, and a car crossed the road, where I was walking, with a big banner on the back: „GOD is love“ (Bible, 1 John 4.16).

This was the very first time in my life I have read this bible verse and those words touched me so much because it was exactly the love, I was looking for all those years!

Days later somebody in the street gave me a sticker with it written: „Give your heart to Jesus“ with a big red heart!! I didn’t really understand the meaning, but I liked it very much and I kept it preciously in my wallet.

A seed was planted

That day, God has planted a seed in my heart. God had a plan in my life. I couldn’t find my biological parents, but I could find God my heavenly father during this trip to Peru!

Months later a friend gave me a New Testament and told me his testimony, how God changed his life, and how God could also change my life. I was so excited and curious. I still remember it was a starry summer night, all silent in the room. I talked to the very first time to God: „Show me that you are real, please!“

Then opened for the first time a New Testament and read John 14,18: „I will not leave you as an orphan I will come to you“.

Begin of my love story with God

I started to cry, was crying like never before. I know that God has talked to me, He was real, and He wasn’t a distant God like I have imagined, but close to me to my pain to my heart.

I spent all the night reading about His love and all the words written in the chapter of John were like a healing for my soul! I asked Jesus to come into my heart, as was written in the sticker received in Peru.

That was the beginning of my love story with God.

I left the Buddhist temple, and with the guidance of the Holy Spirit I could get rid of many idols in my life. Confessed my sins, repented, and asked God to guide me to the next step!

On 26th September 2009 I got baptized. I enjoyed spending time with God singing and reading the bible or simply staying in His presence. During one of these moments God revealed to me the power of forgiveness, and to love my enemy.

It changed my life

I know He wanted me to forgive the person I hated most: My Stepfather. I was struggling a lot; how could it be possible to overcome evil with good? In the end I decided to do it, without really understanding. It’s incredible how this act of obedience changed my life.

My soul and heart were lifted. The love of God was able to break the chains that bounded me for so many years! I could finally see my stepfather through the eyes of God and most incredible of all: love him! I thought it was never possible!

I learn the meaning of grace and mercy because I have received first; I learn the meaning of love because He loved me first. Is amazing how God changed my life: He raised beauty from ashes, He turned sorrow to gladness. He gives me a new dignity. Restoration against shame. He has called His precious daughter.

He is my ABBA father, and He shows me His love in so many ways. I can see the fingerprints of God all over my past. He was the father I often dreamed of during my childhood, He wasn’t distant; He is „El Roi“ the God who sees me!

Our gift from above

God knew that one of my deepest desires was to have a family. And He gave me a beautiful family. The friend that gave me the New Testament became my husband. He blessed us with 3 beautiful daughters; they are our gift from above.

Our life hasn’t always been easy but through trials and difficulty I have experienced the grace of God and His presence so deeply. My heart is so thankful because He promised me to never leave or forsake me, and I know He has a purpose for my life.

During this period of uncertainty where all around seems to be hopeless the promise of God shining in my heart:

“And I am convinced that nothing can ever separate us from God’s love.
Neither death nor life, neither angels nor demons, neither our fears for today nor our worries about tomorrow not even the powers of hell can separate us from God’s love.
No power in the sky above or in the earth below indeed,
nothing in all creation will ever be able to separate us from the love of God
that is revealed in Christ Jesus our Lord.”
Bible, Romans 8:38-39

All the pages of my life are written by a merciful and loving father. He is the author and all the circumstances and even the difficult moments in my life are used to transform me into His image, for His glory.

Rossella Carrara Hürlemann

Ich hatte schreckliche Angst zu sterben …

Ich habe ein ganz normales Leben geführt. Es gab aber eine Sache in meinem Leben, die mich gefesselt hat; die Angst vor dem Tod. Ich hatte schreckliche Angst davor zu sterben und ab diesem Zeitpunkt einfach nicht mehr zu existieren. Allein der Gedanken, dass einfach nichts von mir übrig bleibt, genügte, um Panik auszulösen. Wenn solche Gedanken kamen oder ich anders mit meiner Angst konfrontiert wurde, schnürte sich mein Brustkorb zusammen. Ich bekam schlechter Luft und wurde panisch. Nur meine Familie wusste davon.

Aus einem unerklärlichen Grund kam in mir das Verlangen auf, nach Gottes Existenz zu suchen und in der Bibel zu lesen. Nachdem ich einige Fakten zusammen getragen habe, habe ich mir einfach mal meine alte Konfirmationsbibel genommen. In den ersten Seiten der Bibel fand ich zum Glück eine Einführung und einen Leseplan. Ich habe die Stellen des Leseplans gelesen und war überrascht praktische Hilfen für mein Leben zu finden.

An einem Abend lag ich in meinem Bett und habe ein Gleichnis gelesen. Es beschäftigte sich mit dem Tod. Direkt ist wieder in mir diese Angst aufgekommen. Ich bin aufgesprungen und das Atmen fiel mir schwer. Der gleiche Ablauf wie immer. Ich habe mich dann immer darauf konzentriert, dass ich heute nicht sterbe und morgen wohl auch nicht.

In diesem Moment ist Gott dagewesen …

Wieder aus einem unerklärlichen Grund hatte ich das Gefühl, dass ich die Angst zulassen soll. Ich habe es getan und alles wurde schlimmer. Ich habe angefangen zu weinen. Als ich vor meinem Bett stand, habe ich einfach ein „Vater Unser“ gebetet und danach habe ich zu Gott gerufen und ihn angefleht, dass er mich von dieser Angst befreit und ich davor nie wieder Angst haben muss.

In diesem Moment ist Gott dagewesen. Und ich durfte seinen Frieden spüren. Er hat mich befreit. Und ich hatte seitdem nie wieder Angst.

Später habe ich noch einen Vers gefunden, der genau zu meiner Erfahrung passt:

„Als ich beim Herrn Hilfe suchte, erhörte er mich und befreite mich aus aller Angst.“
Psalm 34:5 (Bibel)

Marc Warkowski

Zeit mit Gott – ohne Ablenkung

Nach einer Anregung von einem Freund habe ich mich entschieden, die Benachrichtigungsfunktion für meine E-Mails abzuschalten, damit ich mehr Zeit mit Gott ohne Ablenkung verbringen kann.

Dadurch habe ich eine Anmeldefrist für ein Photo-Event verpasst. Dabei gibt es jeweils nur eine Frist von einigen Stunden – dann sind die Plätze weg. Ich habe aber auf Gott vertraut, dass er etwas Gutes draus macht – und auf einmal habe ich doch einen Extraplatz bekommen, obwohl ich zu spät war!

Andreas Heuer

Was ist mit mir geschehen?

Vor kurzem wurde ich von einem extremen Gefühl der Entmutigung befreit. Ich war sogar kurz vor einer Depression. Ich fühlte mich umzingelt, besiegt und sehr hilflos. Ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich keine Worte mehr übrig hatte. Ich saß zu Hause und weinte, weinte einfach nur noch. Ich wusste nicht, was und wie ich beten sollte. Und wohlgemerkt, ich bin ein alter Hase, der wirklich glaubt, er wüsste, wie man betet. Die Frage, die Sie sich vielleicht stellen, lautet: Judith, wie bist du hierhin gekommen?

Stell dir vor, du gehst eine Straße entlang, du bist schon lange unterwegs und alles scheint schön und rosig zu sein. Die Sonne scheint und alle lächeln, und dann ist plötzlich alles grau, trüb und düster. Viele von euch haben das schon erlebt und haben angefangen, Gott zu fragen: „Warum ich, Herr? Was ist mit mir geschehen? Wie bin ich hierher gekommen?“

Jesus – wo bist du???

Nachdem es immer schlimmer wurde, begann ich, nach einem Fluchtweg zu suchen. Ich begann zu murren und zu klagen. Ich begann an dem zu zweifeln, worüber ich gerade sprach.  Mein Gebet wurde zur Routine und nichts mehr, was ich gerne tat. Außerdem fühlte ich mich sehr isoliert und sehr allein. Ich wurde beschimpft, ich wurde für Dinge beschuldigt, die ich nie gesagt oder getan hatte. Jedes Mal, wenn ich zum Beten ging, fragte ich: „Jesus, wo bist du? Siehst du nicht, wie es mir geht?“

An einem Freitagabend habe ich mich auf den Weg zu einem Gebetstreffen unserer Gemeinde gemacht. Es war ein echter innerer Kampf für mich, dorthin zu gehen. Dann fingen wir an zu beten, und alles war in Ordnung mit mir. Dann kam ein anderer Christ nach vorne und begann über den Auftrag Jesu an die Gemeinde zu sprechen. Diese Botschaft bewegte wirklich etwas in meinem Herzen, aber ich spürte in mir, dass es noch nicht vorbei war. Dann riefen dieser Mann und unser Pastor alle Anwesenden nach vorne, die den Wunsch hatten, dass für sie gebetet werden sollte.

Völlig verwandelt …

Plötzlich spürte ich ein Taubheitsgefühl in meinen Fingern, und dieses Taubheitsgefühl wurde immer stärker, bis meine Schultern so schwer wurden, dass es sich so anfühlte als würde ich einen Sack Mais auf meinen Schultern tragen. Ich mache keine Witze! Diejenigen, die an diesem Abend im Gemeindesaal waren, sahen, was mit mir los war. Ich schwang meine Hände immer wieder hin und her. Ihr wisst doch, wenn man sich die Hände wäscht und kein Handtuch zum Abwischen hat, schüttelt man das Wasser ab, indem man die Hände schüttelt, oder? Genau das passierte mit mir.

Der Bruder und unser Pastor beteten für mich und ich erinnere mich, dass ich mich sehr schwach fühlte und auf meine Knie fiel. Dann klopfte mir der Pastor auf die Schulter und sagte mir, ich solle aufstehen. Als ich aufstand, ging es mir auf einmal vollkommen gut, ich hatte keine Schmerzen mehr, kein Taubheitsgefühl, keine Schwere, alles war weg. Ich konnte nicht anders, als JESUS, JESUS, JESUS zu schreien!

Es sind jetzt zwei Wochen seit dieser Befreiung vergangen und ich sage euch, ich bin ein ganz neuer Mensch geworden – völlig verwandelt. Mein Ehemann kann das bezeugen. Er hat eine neue Ehefrau bekommen!

Gott segne Sie und danke fürs Lesen.
Schalom.
Judith Hennersdorf

 

What happened to me? How did I get here?

Last week I was released from an extreme feeling of discouragement. I was even on the verge of depression. I felt surrounded, defeated and very helpless. I had reached a point where I had no words left. I sat at home crying, just crying. I didn’t know what to pray for or how to pray. And mind you, I’m an old hand who really thinks he knows how to pray. The question you may be asking yourself is, Judith, how did you get here?

Imagine you are walking down a street, you have been walking for a long time and everything seems nice and rosy. The sun is shining and everyone is smiling, and then suddenly everything is gray, dull and gloomy. Many of you have experienced this and have begun to ask God, „Why me, Lord? What has happened to me? How did I get here?“

Jesus, where are you???

After it got worse and worse, I started looking for an escape route. I began to grumble and complain. I began to doubt what I was talking about.  My prayer became routine and not something I enjoyed doing. I also felt very isolated and very alone. I was called names, I was blamed for things I had never said or done. Every time I went to pray, I asked, „Jesus, where are you? Don’t you see how I am?“

One Friday night I made my way to a prayer meeting at our church. It was a real internal struggle for me to go there. Then we started praying, and everything was fine with me. Then another Christian came forward and started talking about Jesus‘ commission to the church. This message really moved something in my heart, but I felt inside that it was not over yet. Then this man and our pastor called forward everyone present who had a desire to be prayed for.

Completely transformed

Suddenly I felt a numbness in my fingers, and this numbness grew stronger and stronger until my shoulders became so heavy that it felt like I was carrying a bag of corn on my shoulders. I kid you not! Those who were in the community hall that night saw what was going on with me. I kept swinging my hands back and forth. You know how when you wash your hands and you don’t have a towel to wipe them with, you shake the water off by shaking your hands, right? That’s exactly what happened to me.

The brother and our pastor prayed for me and I remember feeling very weak and falling on my knees. Then the pastor tapped me on the shoulder and told me to get up. When I stood up, all of a sudden I felt perfectly fine, I had no more pain, no numbness, no heaviness, everything was gone. I could not help but cry out JESUS, JESUS, JESUS!

It has been two weeks since that deliverance and I tell you, I have become a whole new person – completely transformed. My husband can testify to that. He has been given a new wife!

God bless you and thank you for reading.
Shalom.
Judith Hennersdorf