Gottesdienste im Jesus-Haus weiterhin online

Zunächst einmal freuen wir uns über die grundsätzliche Möglichkeit für uns als Kirchen und Gemeinden, wieder Gottesdienste vor Ort feiern zu dürfen. Allerdings – und das haben viele von euch sicher auch in den Nachrichten erfahren – ist die Durchführung von Gottesdiensten derzeit noch an einen Katalog von Maßnahmen geknüpft, die dabei berücksichtigt werden müssen. Unser Gemeindebund BFP hat dazu ein Schutzkonzept erstellt, das die behördlichen Vorgaben berücksichtigt und für uns als Gemeinde Verbindlichkeit besitzt.

Dieser Katalog von Rahmenbedingungen ist mit etlichen ganz neuen Herausforderungen verbunden. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Abstandsgebot, das während der gesamten Zeit einschließlich des Kommens und Gehens beachtet werden muss. Der einzuhaltende Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern zwischen Personen bedeutet, dass nur eine begrenzte Personenzahl gleichzeitig kommen kann und im Gemeindesaal nur etwa 40 bis 50 Personen Platz finden. Körperkontakt zwischen den Besuchern (Umarmungen, Händeschütteln) ist nicht möglich, Kirchencafé und Begegnungen vor und nach dem Gottesdienst entfallen. Darüber hinaus wird angeraten, auf gemeinsamen Gemeindegesang zu verzichten. Auch Kindergruppen sind unter den gegebenen Voraussetzungen nicht durchführbar.

Hinzu kommen erweiterte Hygienevorschriften wie die Einrichtung eines zusätzlichen Reinigungsdienstes. Organisatorisch braucht es ein Anmeldeverfahren für die Besucher eines Gottesdienstes mit begrenzter Personenzahl, eine Ausschilderung der Verkehrs-wege und ein erweitertes Ordnungsteam, das auf die Einhaltung der behördlichen Verordnungen achtet.

 

Mit anderen Worten: Gottesdienst, wie wir ihn kennen und lieben, ist in der gewohnten Weise vorerst noch nicht möglich.

Die nächsten Schritte:

Bei unserem letzten Treffen als Leitungsteam der Gemeinde, an dem auch Thomas Katzenbach zugeschaltet war, der verschiedene Firmen in Fragen der Betriebsmedizin berät, haben wir ausführlich über unser weiteres Vorgehen beraten. Dabei haben wir nicht nur die beschriebenen veränderten Rahmenbedingungen bedacht.

Was wir mit Dankbarkeit und Freude wahrgenommen haben, ist eine Freisetzung an neuen und kreativen Ideen, um Gemeinschaft untereinander auch außerhalb des üblichen Rahmens möglich zu machen und zu gestalten. Dazu gehört nicht nur der Livestream-Gottesdienst, der bisher sehr positiv aufgenommen wird. Das virtuelle Café im Anschluss oder die neue Möglichkeit, mit dem Prediger online ins Gespräch zu kommen, finden ebenfalls Resonanz. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle Beteiligten, die live mitwirken oder die Übertragung von Woche zu Woche möglich machen! (Übrigens: Wer Interesse hat, beim Livestream mitzuhelfen, darf sich gern melden, besonders auch, wenn Vorkenntnisse vorhanden sind.) Super sind auch die regelmäßigen Videoclips mit Liedern und Kurzbotschaften für die Kinder in unserer Gemeinde!

Hinzu kommen verschiedene Teamtreffen, Zellgruppen und Gebetsteams, die online via Internet stattfinden. Im Moment bereiten wir einen Heilungsabend online vor! Auch wenn diese virtuellen Treffen die Begegnung von Angesicht zu Angesicht nie ersetzen können und sollen, sind wir doch dankbar für diese Möglichkeiten und empfinden sogar ein starkes innerliches Zusammenrücken. Mit den Personen, von denen wir wissen, dass sie über keine Internetverbindung verfügen, versuchen wir, telefonisch in regelmäßigem Kontakt zu bleiben.

Beides – einerseits die Herausforderung, kurzfristig ein umfangreiches Schutzkonzept für einen sehr begrenzten Präsenzgottesdienst umzusetzen, andererseits die Möglichkeit, in dieser Zwischenzeit neue, kreative Wege auszuprobieren – hat uns dazu geführt, vorerst unseren Schwerpunkt auf die Weiterführung der Livestream-Gottesdienste zu setzen und mit dem Wiedereinstieg in Präsenzgottesdienste am Sonntagvormittag noch zu warten.

Dabei überlegen wir, wie wir denen, die bisher keinen Zugang zum Livestream haben, technische Hilfe bringen können. Außerdem gibt es Ideen, vielleicht während der Woche „limitierte“ Kleingottesdienste“ (z.B. für Gruppen von zehn bis zwölf Personen) im Jesus-Haus anzubieten. Über alle weiteren Entwicklungen werden wir euch informieren!

Als Leitungsteam sind wir im regelmäßigen Austausch über die Fragen, wie Gemeinde-leben in dieser Zeit gestaltet werden kann. Die Entscheidung, vorerst nur den Livestream fortzusetzen und mit öffentlichen Veranstaltungen zu warten, wird auch von Treffen zu Treffen überprüft und bewertet. Parallel erarbeiten wir in einer kleinen Zweiergruppe auf Basis des Schutzkonzeptes ein detailliertes Konzept zur Durchführung von Präsenz-gottesdiensten. Falls die jetzigen Einschränkungen also längerfristig bestehen bleiben, haben wir dann ein gut vorbereitetes Handlungskonzept.

 

Das bedeutet für die nächsten Wochen:

 

  1. Wir setzen den Livestream-Gottesdienst aus dem Jesus-Haus fort.

 

  1. Vorerst gibt es noch keine Präsenzgottesdienste im Jesus-Haus.

  1. Wir möchten möglichst allen helfen, den Livestream zu empfangen.

 

  1. Wir nutzen weiterhin die Möglichkeit, uns in kleinen Gruppen online zu treffen.

 

  1. Wir überlegen, in welchem Rahmen „limitierte“ Kleingottesdienste (z.B. mit geistlichem Impuls, Gebet und Abendmahl) während der Woche möglich sind.

 

  1. Wir erarbeiten ein Organisationspapier zur Umsetzung des Schutzkonzepts für Präsenz-gottesdienste am Sonntag, sollten die Beschränkungen für öffentliche Versammlungen längerfristig bestehen bleiben.

Um unser weiteres Vorgehen zu planen, möchten wir euch, soweit möglich, einbeziehen. Wir gestalten die Zukunft gemeinsam! Darum an dieser Stelle die Bitte, dass ihr uns eure Gedanken, Empfindungen und Ideen mitteilt.

Zu diesem Zweck haben wir eine Möglichkeit zum Feedback eingerichtet. Weiter unten findet ihr einige Fragen. Schon jetzt vielen Dank für eure Rückmeldung und Mithilfe!

Schließlich: Bei allem, was wir momentan erleben, bleibt ermutigt und behütet.

Einer trägt die Krone – rechtmäßig und voller Autorität!

In Ihm verbunden grüßt euch

für das gesamte Pastoren- und Leitungsteam,

Euer Klaus-Dieter Passon